Montag, 3. August 2015

Vom Dorf der Tataren zu "the nicest city of Poland (2014)" Augustow (Podlasien)

Krass, so nah an der "Schengen-Grenze" Europas zu fahren - das Navi sagt "Bitte Karte von Belarus (Weißrussland) herunterladen". Aber das ganze "Ambiente" hier ist schon sehr "russian-like"...

An der frisch gebauten "Trasse" von Warschau über Bialystok nach Belarus haben wir dann noch schnell an einem EU-finanziertem Rastplatz eine "Entsorgung" improvisiert....cool.



Wir haben alles richtig gemacht und uns ausgiebig mit der Route zum Tatarendorf beschäftigt. Wir waren sogar soweit, dass wir - falls es zu arg werden würde - die ganze Geschichte abgeblasen hätten. Aber, wir fuhren einen Umweg von ca. 30km, der sich als völlig richtig erwies. Es führen zwei Strassen nach Kruszyniany. Die eine von Süden mit ca. 10km löchrigem Kopsteinpflaster und eine 11km lange asphaltierte Strasse von Norden. HiHi - dies war auf der Seite eines Restaurants beschrieben (google Übersetzer sei DANK!). Also sind wir zum beschriebenen Hotel, der vor dem Campingplatz lag. Einen Campingplatz gibt es dem Anschein nach seit 5-10 Jahren nicht mehr, aber das fein herausgeputzte Hotel.
Man darf trotzdem hinter dem Hotel auf dem alten Platz stehen und die dürftigen "facilities" nutzen.

Nach einem kurzen Marsch zur "Holzmoschee" und zurück entschlossen wir uns, dann doch noch bei Familie Bogdanowicz in der "Jurta Tatarska" einzukehren und zu essen.


Auf dem Gelände des Restaurants stehen noch eine alte Tataren-Jurte und es wird ein "Lernort" gebaut, wo man sich über die Kultur der Tataren informieren kann.



Nach einer super ruhigen Nacht machten wir uns auf, um in den Nord-Osten Polens zu fahren - weiter Richtung Grenze zu Litauen....Mitten im Nichts wurden wir dann von der "Starz Granicza" der polnischen Grenzpolizei abgefangen - 20Minuten Aufenthalt....Ein wenig mulmig war uns schon - zwei voll bewaffnete junge Männer in komplettem Militär-Anzug forderten uns in gebrochenem Englisch auf, unsere Personalausweise und die Fahrzeugpapiere abzugeben und marschierten damit ab...Das hätten auch Lolek und Bolek sein können - die mit Fantasieuniformen unsere Papiere abziehen wollen - denen gaben wir also alle Dokumente. Aber eine wirklich andere Option gab's ja nicht - die Waffen sahen irgendwie echt aus...

Ich habe dann verstohlen ein Foto von der Aktion gemacht - und wir sind weiter nach Augustow. Nach einer Wanderung auf einem Waldlehrpfad sind wir zu einem Camping, den wir anvisiert hatten - dort wurden wir jedoch von Jugendlichen begrüßt, die ohne Helm auf dem Schotterweg ihre Mopeds ausprobierten und am Waldesrand mit spitzen! Pfeilen und Bögen schossen. Wir guckten uns an und merkten: es ist Freitag Abend - Polen hat Wochenende...! Da wir auf nächtliche Auseinandersetzungen mit angetrunkenen Polen keine besondere Lust hatten, sind wir weiter gefahren zu einem Campingplatz der mit seinem Namen:"Marina Borki" einen seriösen Eindruck machte. Der "Einweiser" wies uns einen Platz zu, den wir aufgrund des Wochenendes zwar voll bezahlen - jedoch mit einem anderen Paar aus Deutschland (Cottbus) teilen sollten. Diese Cottbusser entpuppten sich als Australier -  aber das lest ihr morgen!

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